Die Waage des Lebens

Wissen, was das Herz fühlt



 

Diese höhere Macht, die ich oft zitiere, hat viele Namen. Wie ich schon an mehreren Stellen im Buch andeutete, ist das für die einen das gesammelte Bewusstsein, andere nennen es Universum, Quantenfelder oder schlicht und neutral das Leben. Allgemein bekannt ist diese Macht als Gott. Damit meine ich aber nicht nur den strafenden oder nur den lieben Gott – der Titel ist ihm oder ihr wahrscheinlich gleichgültig. Dieses Allsein ist beides. Zumindest aus der dualen oder menschlichen Sichtweise. Jetzt wird’s aber für den Verstand etwas kompliziert, denn jeder Mensch ist ein Abbild Gottes und in letzter Konsequenz weder gut noch böse. Damit will ich sagen, mit der Spirie-Brille ist jeder sowohl Ying wie auch Yang. Aus Einfachkeits- und Gewohnheitsgründen werde ich Gott männlich benennen. Ich möchte aber betonen, dass er ebenso weiblich, sachlich und metaphysisch oder feinstofflich ist. Auch in der Bibel wird Gott gerne als etwas beschrieben, das alles ist, was wir sehen, hören, riechen oder erleben. Genauso wie der buddhistische Gedanke gehe ich davon aus, dass das Leben lediglich eine Art Lektion ist, die uns auf etwas vorbereitet, was jenseits unserer irdischen Vorstellungskraft liegt. Wie die Lektion aussieht kommt auf denjenigen selbst an, auf die Charakterstärke der Person und letztlich auf das individuelle Bewusstsein. Es kommt darauf an, was derjenige für Erfahrungswerte gesammelt hat, ob und wie schnell die kleinen Lektionen des Lebens verstanden werden. Manche Situationen müssen scheinbar öfter auftreten, bis sie verinnerlicht werden, bis die Lektion vollendet ist und wir in Zukunft solche Hürden mit der richtigen Technik überwinden. Ich bin überzeugt davon, dass es das Ziel einer jeder Seele ist, in das „Paradies“ aufzusteigen. Wann das sein wird und wie viele Leben es dauert, liegt wohl an der Fähigkeit, den Ego-Verstand in eine absolut übereinstimmende Einheit zu bringen. Auch wenn sich in meinem Buch viele meiner von mir zitierten Theorien auf den Glauben an eine höhere Macht stützen, ist alles im Leben einer Gesetzmäßigkeit untergeordnet, die alles im Gleichgewicht hält.

 

Das Leben strebt immer ein stabiles Gleichgewicht an.

 

Wir stellen uns einmal eine altertümliche Waage vor. Wie jede Waage wird sie mit gleichen Gewichten in der Mitte gehalten. Ich nenne die eine Seite „Liebe“, die andere Seite „Angst“. Wie ich meine, sind dies unsere Grundgefühle, aus denen heraus wir handeln. Ein Zustand der Liebe wäre beispielsweise die Verliebtheit, Zärtlichkeit, Geduld, Friedlichkeit, Humor, Ehrlichkeit und Vertrauen. Die Angst verhält sich logischerweise entgegengesetzt der Liebe. Gibt es zu viel Liebe auf dieser Waage, wird dies mit einem Gegengewicht ausgeglichen, genauso umgekehrt. Meines Erachtens gibt es immer gleich viele positive wie negative Nachrichten/ Informationen auf der Welt. Worauf legen wir unseren Fokus und wie viele Emotion legen wir hinein? Welches Gefühl ist der Grundstein für die Emotion, die uns diese Neuigkeiten in Gut und weniger Gut bewerten lässt?

Die kosmische Waage kann, je nach Betrachtungsweise, mehrere Namen tragen, wie beispielsweise Universum, Mutter Erde, Leben oder Natur. Auch der Mensch, beziehungsweise jedes Lebewesen ist ein Kosmos für sich. Das Wort Kosmos kommt aus dem Altgriechischen und kann mit Ordnung, oder frei übersetzt, mit Organismus übersetzt werden. Das Internet und jedes Computerspiel ist streng genommen ebenfalls ein Kosmos für sich, weil es einer bestimmten Gesetzmäßigkeit folgt. Allerdings spricht man beim PC eher von einem künstlichen Organismus oder einer virtuellen Matrix. Es besteht aber trotzdem eine Gemeinsamkeit – jede Programmierung in der Matrix können wir ändern, wenn wir in unser Schöpferpotenzial gehen.

 

Wie Innen, so Außen – der Kosmos kennt keine Grenzen.

 

Nur zur Veranschaulichung gibt es in meinen Beispielen eine Trennung der einzelnen Größen, weil jedes Modell ein „Verstehen“ voraussetzt und der Verstand nun mal Grenzen obliegt. Allerdings können wir unsere Wahrnehmung individuell erweitern, und das nennen wir dann Persönlichkeitsfindung. Die Welt der ursprünglichen Seele, des Unbewussten, die Welt im Außen, unser Verstand und so weiter., alles ist eins und unterliegt keiner Getrenntheit oder räumlichen und somit endlichen Bindung. Es gibt die Getrenntheit der verschiedenen Menschen, anderer Rassen und der verschiedenen Religionen nur in unseren Köpfen. Die Wissenschaft kann nur nach-forschen. Es gibt viele Menschen, die nach-denken, aber noch zu wenige die Visionieren, die Vordenken oder von etwas Neuem träumen. Jeder Mensch hat lediglich eine andere Lebensaufgabe und geht deshalb auch einen anderen Weg des Lebens. Manchmal sind uns die Lebensaufgaben und die dazugehörigen Wege anderer total fremd, und wir können ihr Handeln oder Nicht-Handeln überhaupt nicht nachvollziehen. Und doch gehören die Anderen zum Lebensfluss dazu, so wie Deine Handlungen und Entscheidungen. In Wirklichkeit geht alles ineinander über. Ich behaupte sogar, alles was wir wahrnehmen, gibt es auch in uns selbst. Umgeben wir uns mit Leuten, die viel Liebe geben, werden wir diese auch in uns selbst wieder finden können. Erleben wir viel Natur, wird auch unsere Seele oder das Bewusstsein von der Natürlichkeit gekrönt sein. Ich glaube, das Spiegelbild unseres Inneren in der äußeren Welt kann sogar noch spezifischer betrachtet werden. Jeder Mensch, dem wir begegnen, und dessen Eigenschaften sind auch ein Anteil von uns.

Unser Verstand arbeitet in Trennungen und legt jede Erinnerung in einer Schublade ab. Deswegen kann ich das kosmische Gebilde auch nur in bildlichen Aufteilungen erklären. In Wirklichkeit gibt es da aber keine Abgrenzungen. Der Kosmos ist ohne das einzelne geschöpfte Detail nicht vollständig. Die Uhr wird ohne das kleine Zahnrädchen nicht funktionieren. Das Drinnen ist ähnlich dem Draußen. Das Leben verhält sich im Kleinen identisch wie das Große. Es ist wie das kleine Püppchen, das in ein größeres Püppchen gestellt wird, dieses in ein noch größeres Püppchen und so weiter. Jedes Püppchen ähnelt dem anderen und doch ist jedes in sich eine eigenständige Puppe.

 

Letztendlich ist die bedingungslose Liebe

die einzige Nicht-Polarität aus der alles Leben keimt.

 

Trennungen des Verstandes sind zum Beispiel Krieg und Frieden, Gut und Böse, Rechts und Links, Vergangenheit und Zukunft. Diese Polaritäten in der irdischen Dualität sind lediglich Illusionen des Menschen, quasi Spielchen für das menschliche Ego. Der rationale Ego-Verstand kann sich nur an der Vergangenheit orientieren und wir sind alle in einer dualen Welt groß geworden. Das Herz kennt die Zukunft, oder besser gesagt das Gesamtbild der Zukunft, alle Möglichkeiten der Gegenwart und Zukunft. Das Herzdenken wurde uns allerdings seit jeher ziemlich schnell abtrainiert. Als Neugeborenes ist der Mensch noch ein reines Herzens- oder Liebeswesen, fast reine weibliche Energie, die für jede Schöpfung die Grundlage darstellt, aber nur im Zusammenspiel mit der männlichen, ausführenden Kraft kann Neues entstehen. Natürlich meine ich nicht die Frau oder den Mann im Einzelnen, denn jeder Mensch besteht aus beiden polaren Energieformen, was im chinesischen mit Ying und Yang betitelt wird.

 

Um es noch einmal bildlich zu verdeutlichen, stellen wir uns wieder die Waage vor. Der Zustand der Liebe und der Angst wurden irgendwo im Kosmos, beispielsweise auf der Erde außer Gleichgewicht gebracht – sagen wir durch eine stressige Überanspannung im Arbeitsleben. Laut des kosmischen Gesetzes wird sofort ein Ausgleich geschaffen, wenn es die betreffende Person zulässt. Meist gibt der Körper dann Anzeichen, die man wahrnehmen und beachten sollte. „Hallo, ich brauche etwas Ruhe. Tritt mal etwas kürzer“! Diese Zeichen können leichte Kopfschmerzen sein, ein Ziehen im Nacken oder fast unscheinbare Wehwehchen. Ignoriert man diese Anzeichen oder stillt diese mit Schmerzmitteln, so werden die Schmerzen auf Dauer schlimmer, oder mit anderen Worten: Die Waage gerät noch mehr aus dem Gleichgewicht. Das geht so lange, bis man dem Körper die Ruhe gibt, die er zur Regenerierung braucht und das kosmische Gleichgewicht wieder hergestellt werden kann. Je mehr das Angstgewicht nach unten drückt, desto mehr Zeit, beziehungsweise Liebe für sich selbst braucht es zur Genesung.

 

Laut der griechischen Mythologie übermittelte Hermes Trismegistos, eine Gestalt zwischen dem ägyptischen Gott Thot und dem griechischen Gott Hermes, vor etwa 5000 Jahren in Ägypten das sogenannte Hermetische Prinzip, nach dem wir heute alle bewusst oder unbewusst leben. Bekannt sind diese kosmischen Gesetze als die Hermetischen Gesetze.

 

1. Das Gesetz des Geistes, was da heißt …

Alles ist GEIST. Die Quelle des LEBENS ist unendlicher SCHÖPFERGEIST. Die SCHÖPFUNG ist mental. GEIST herrscht über Materie [Zitat siehe oben]

 

Auch die Quantenphysik, die allgemein noch als Grenzwissenschaft abgetan wird, aber letztlich doch nur fortgeschrittene Physik ist, besagt, dass alles aus Energie besteht, alles miteinander verbunden ist, seit der Geburt des Universums alles aus einem Körnchen beziehungsweise aus einer einzigen Information entstand und wir deshalb auch immer verbunden bleiben (morphogenetisches Feld oder Quantenfeld). Vielleicht kennt Ihr das Phänomen, dass eine bestimmte Person fast die gleichen Gedanken verfolgt? Wenn wir alle eins sind und uns auf Grund der illusionären Trennung nur unterschiedlich entwickelten und wenn Zeit und Raum ebenfalls nur unseren Gedanken entsprechen, bist Du ich – nur in einer anderen Dimensionsebene oder einem „früheren Leben.

 

Der Verstand denkt in Getrenntheit, das Herz in seiner ganzen Pracht.

 

2. Das Gesetz der Kausalität

Jede Ursache hat eine Wirkung – jede Wirkung hat eine Ursache. Jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die mit gleicher Intensität zum Ausgangspunkt, also zum Erzeuger, zurückkehrt.

 

Auf jede Aktion folgt eine Reaktion – Ursache und Wirkung. Allerdings können im großen Ganzen zwischen Aktion und Reaktion Jahrzehnte liegen, je nach dem wie Qualitativ hochwertig der entsprechende Eindruck ist.  Jedes Gefühl, jeder Gedanke und jede Handlung setzt eine Ursache, welche eine bestimmte Wirkung nach sich zieht. Gleichzeitig scheint jede Ursache in Wechselwirkung zu einer Wirkung zu stehen und natürlich auch umgekehrt. So kann aus einem Flügelschlag eines Schmetterlings, zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort ein Orkan entwickeln. Die Matrixstruktur unseres Denkens von so genannten Karma kann aufgelöst oder geändert werden, durch diejenigen, die bewusst durchs Leben gehen und wissen, dass sie das Drehbuch des Lebens entscheidend beeinflussen können.

 

3. Das Gesetz der Analogie

Wie oben - so unten, wie unten - so oben. Wie innen - so außen, wie außen - so innen. Wie im Großen - so im Kleinen.

 

Der Kosmos ist eine einzige Analogie, in der es keinen Raum und keine Zeit gibt, wie wir sie kennen. Alles, was wir draußen wahrnehmen, ist ein Spiegelbild der eigenen Seele. Beispielsweise ist die Spirale überall im Leben zu finden.

 

4. Das Gesetz der Resonanz oder Schwingung

Gleiches zieht Gleiches an und wird durch Gleiches verstärkt. Ungleiches stößt einander ab.

 

Resonanz zu etwas oder zu einer anderen Person zu haben, bedeutet, dass die jeweilige Schwingung gleich oder ziemlich ähnlich ist. Das funktioniert ähnlich einer Empfänger- oder Sendestation. Das könnte beispielsweise ein Fernseher oder ein Radio sein. Die Resonanz zu etwas oder jemandem erzeugen wir mitunter durch bestimmte Absichten, Gedanken und die entsprechende Handlung. Durch die Absicht, dass ich mit meinen Mitmenschen meinen Erfahrungsschatz teilen möchte, entstanden die Ideen und Vorstellungen meiner Texte, aber erst durch das Schreiben und Formen eines Buches konnte ich eine entsprechende Resonanz beim  Leser erzeugen. Das Gesetz der Anziehung besteht aus einer Absicht, die sich zu einer Idee formt, aber erst mit der Handlung im Außen manifestiert wird. 

 

5. Das Gesetz der Harmonie und des Ausgleichs

Der Fluss allen Lebens heißt HARMONIE. Alles strebt zur HARMONIE, zum Ausgleich.

 

Das Leben ist ein ständiges Geben und Nehmen. Durch Festhalten entsteht ein Stau des Energieflusses, bis der Staudamm bricht.

 

6. Das Gesetz des Rhythmus und der Schwingung

Alles fließt hinein und wieder hinaus. Alles besitzt seine Gezeiten. Alles steigt und fällt. Alles ist Schwingung.

 

Ein Zyklus, eine Epoche oder ein Lebensabschnitt ist beendet, wenn das Pendel der Uhr ganz nach Rechts oder nach Links ausgeschlagen ist. Es ist ein Ende einer bestimmten Zeit und zugleich ein Anfang. Etwas Altes endet und etwas Neues beginnt. Das Pendel des Lebens schwingt immer nach links und nach rechts. Leben ist Bewegung. Nur die Information Zeit und Raum ändert sich

 

7. Das Gesetz der Polarität

Wie ich oben schon schrieb, gibt es verschiedene Gegensätze. Mann – Frau, Tag – Nacht, Positiv – Negativ oder Frieden – Krieg. 

 

Es gibt eine Welt, die nicht aus polaren Gesetz-

mäßigkeiten besteht. Du kannst sie erschaffen!

 

Wie vermutlich jeder Mythos ist die Geschichte rund um ägybtischen Gott lediglich eine Metapher oder ein Sinnbild für eine Lebensweisheit. Diese Gesetze sind wahrscheinlich Schriften eines gebildeten Pharaos oder eines griechischen Philosophen, die verschwanden und in Vergessenheit gerieten. Entscheidend ist auch nicht, wer diese kosmischen Gesetze aufgeschrieben hat, sondern was wir daraus mitnehmen. Alles in allem ist jedes Gesetz für sich ein eigenes Regelwerk, aber letztendlich läuft es wieder auf die kosmische Waage hinaus.

 

Diese Gesetze sind oder waren scheinbar wohl durchdacht – oder hat sich unsere Welt nach den Gesetzen eines genialen Schöpfers geändert? Jeder von uns trägt dieses Schöpferpotenzial in sich und wir können jederzeit die Spielregeln ändern. Allerdings gibt es noch eine Instanz über der eines Schöpfers – meines Erachtens steht der freie Wille an höchster Stelle. Er sollte immer und für jeden gelten. Auch sollte dieses höchste Gut eines jeden Menschen niemals angetastet werden, denn wer dagegen verstößt, pinkelt sich letzten Endes nur selbst ans Bein. Niemand kann Dir vorschreiben, wie eine Situation einzuschätzen ist, denn er nimmt immer eine Beobachterperspektive ein, die mehr oder weniger stark von seinen eigenen Erfahrungswerten abweicht.. Jeder nimmt eine bestimmte Situation, Sache oder Person anders wahr, weil er höchstwahrscheinlich eine andere Resonanz zu ihr entwickelt hat. Ein Mensch, der sehr vielen negativen Erfahrungen begegnet ist, wird wohlmöglich die neue Bekanntschaft anders wahrnehmen als jemand, der sich in die betreffende Person verliebt hat. Eine bestimmte Farbe wird von einem abstrakten Kunstmaler wahrscheinlich anders wahrgenommen als von einem Kind.

 

Vielleicht sind die verschiedenen Religionen nur das Ergebnis verschiedener Betrachtungsweisen? Viele alte Religionen sind auf vielen Göttern aufgebaut, während andere nur von einem Schöpfer reden. Es gibt Ähnlichkeiten und trotzdem sind da Unterschiede. Aber sind nicht alle in ihrem grundsätzlichen Denken gleich? Sogar die Wissenschaft kann man mit der Religion unter einen Hut stecken. Denn das Ergebnis einer Situation oder Sachlage ist immer abhängig vom Bewusstsein des Betrachters.