Grundzüge der Spiritualität

Wissen, was das Herz fühlt



Mein Buch soll nicht nur für Eingeweihte zu lesen sein. Es soll keine Esoterik sein (Esoterik = Geheimwissen Ausgewählter), sondern vor allem Aufwachende oder Einsteiger in der bewussten Welt der Spiritualität willkommen heißen. Spirituell ist jeder. Zumindest ist mir noch kein Mensch untergekommen, der es nicht ist. Auch wenn es bei manchen so aussieht, als würden sie stagnieren oder sich kaum weiterentwickeln. Sogar manch augenscheinlicher Irrweg kann sich letztendlich als ein wichtiger Baustein für die Entwicklung entpuppen. Einige Menschen handeln unbewusst spirituell, während andere auf den meisten Ebenen ihres Lebens bewusst handeln. Das macht sie aber nicht zu besseren Menschen oder etwas besonderem. Sie haben sich lediglich dazu entschlossen die Verantwortung Voll und Ganz in eigene Hände zu legen, nicht immer nur mit dem Strom schwimmen und sich letzten Endes leben zu lassen. Es gibt meines Erachtens verschiedene Bereiche der Spiritualität. Ich selbst fühle mich – zumindest zur Zeit – eher der esoterisch-spirituellen Ecke angehörig, tauche aber gerne auch in andere Teilbereiche des Lebens ein.

 

Spiritualität kann kann ein Synonym für bewusstes Leben/ leben oder lieben sein. Bewusst leben heißt das Leben mit jeder Faser zu spüren, wobei jeder Bewußt Handelnde seinen Fokus anders ausgerichtet hat. Manche auf die Facetten der Gesundheit, manche sehen den Glanz der Natur intensiver oder legen ihren Fokus auf andere Teilbereiche der Spiritualität. Wir alle sind Schöpfer unserer eigenen Realität. Hierbei spielt es weniger eine Rolle, ob wir bewusst oder unbewusst spirituell leben. Wir schöpfen und kreieren jeden Tag. Ich mache das am liebsten bewusst, denn das Leben ist so vielfältig, dass es immer wieder zu schönen, herzerwärmenden Überraschungen und Begegnungen kommt. Spiritualität beinhaltet ganzheitliches Denken und ganzheitliches Denken heißt für mich die Vielfältigkeit des Lebens – auch das scheinbar Übersinnliche – unter einen Hut zu packen. Wir betrachten das ganze 5D-Puzzle von allen Seiten.

Für das Wort Spiritualität wird in esoterischen Kreisen oft das Synonym ganzheitliches Denken genutzt, denn die Umschreibung des Wortes erleichtert in vielen Fällen die „Arbeit“ des (bewusst) spirituell Handelnden. In bewusst spirituellen Kreisen wird Arbeit eher als Berufung definiert und hat nicht unbedingt etwas mit einem finanziellen Interesse zu tun. Der spirituell Handelnde geht gerne seiner Lebensaufgabe nach, die er entweder in seinen Beruf integriert oder gänzlich aus seiner Berufung heraus in einer Selbstständigkeit einbringt. Viele „Normalos“ können mit dem Wort Spiritualität nicht unbedingt etwas anfangen. Manchmal ist es sogar so, dass das Wort – warum auch immer – für einige so etwas wie ein rotes Tuch zu sein scheint. Sei es wie es ist, ganzheitliches Denken klingt zum Beispiel für den Firmenchef, der in der Regel andauernd Neues schöpft beziehungsweise etwas erschafft, etwas vertrauter, wobei „spirituell“ sowieso oft mit „Esoterik“ verwechselt wird. Esoterik ist wie die Wirtschaft, Religion, Politik oder Wissenschaft lediglich ein Teil der Spiritualität.

 

Oft sind die Spiries in Heilerberufen tätig, da die Gesundheit das A und O des Lebens ist, aber auch in vielen anderen beruflichen Tätigkeiten, bei denen viele Menschen sind kann man sie antreffen. So sind die Leute, die viel mit Menschen zu tun haben oft alte, erfahrene Seelen, dessen alleinige Aufgabe es ist ihre Herzenswärme zu verbreiten. Es geht letzten Endes nur um die Herzlichkeit und wie man mit ihr arbeitet. Manche fühlen sich dazu berufen, ihr Wissen weiterzugeben. Einige mieten sich dafür Räumlichkeiten, um ihr Wahrheitsbild anderen in einem privaten Unterricht in Kursen und Seminaren näher zu bringen. Manche schreiben ihre Erkenntnisse in Bücher, wobei viele Lichtarbeiter, von denen einige prominenten Status erreicht haben, ihr Herzwissen in Worte fliesen lassen und somit andere, noch Schlummernde alte Seelen, aus ihrem Jahrtausende langen Schlaf aufwecken. Diese kurze Aufzählung könnte ich noch ins Unendliche ziehen, denn von der einfachen Reinigungskraft bis zum Verwaltungschef bringt jeder seine ganz spezielle Energie in seine Arbeit ein und ist somit ein ganz individueller Teil des Großen Ganzen.

 

Worte und Handlungen haben ohne eine bestimmte Absicht keine Bedeutung. Die Absicht ist die Qualität hinter den Worten. 

 

Viele spirituelle Lehrer der alten Schule stellen in ihren Seminaren, Vorträgen, Kursen und Büchern die Gedanken an die erste Stelle. Ein bekannter Spruch aus der Zen-Weisheit des Dalai Lama besagt:

 

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden zur Tat.

Achte auf Deine Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, er wird Dein Schicksal.

 

Das ist ein schöner Spruch zum Resonanzgesetz. In meinen Augen fehlt da aber etwas Entscheidendes, um ihn zum Leitsatz zu erklären, nämlich die positive oder negative Absicht, die hinter jedem Gedanken oder einer Handlung steht. Man dürfte ja nach diesem Spruch überhaupt keinen ironischen Humor mehr haben!? Also zählt die Absicht oder besser gesagt der Bewusstseinszustand der Worte wahrscheinlich mehr als die Gedanken hinter den Worten. Eine positive Absicht vor dem Gesagten, vor der Handlung ändert die ganze Situation. Und da es nicht nur eine positive und negative Absicht gibt, sondern viel mehr Farbenspiele als nur Schwarz und Weiß, müsste dieser Satz meiner Ansicht nach generell überarbeitet werden. Das entscheidende, zugrundeliegende (Gesamt)Bewusstsein/ die Qualität hinter dem Wort wird nicht mit einer Silbe erwähnt. Die Quantenphysik verrät uns, dass das Ergebnis eines Experiments vom Bewusstsein des Beobachters abhängt. Alles ist Energie! So ist es nur logisch, dass der Beobachter eines Experiments das Ergebnis stark beeinflusst. Manche Wissenschaftler behaupten sogar, dass eine Realität erst durch die Beobachtung entsteht. Solange eine betreffende Lebenssituation nicht beobachtet wurde sind alle Möglichkeiten auch eine Realität. Erst die Beobachtung eines gewissen Resonanzkörpers entscheidet wie die Geschichte weitergeht. Ein einfaches Beispiel ist der Einsatz von Magneten als Resonanzkörper. Ein Magnet mit einem Minuspol beeinträchtigt das Wasser anders als ein positiv geladener Magnet. Vereinfacht runtergebrochen, das Bewusstsein besteht aus einer Vielzahl von Magneten, die sich sich erst mit unser Absicht entsprechend ausrichten.

 

Wird die Wahrheit nur eine Wahrheit, weil der Mensch oder eine bestimmte Personengruppe sie dazu macht und ihnen viele unbewusste Menschen folgen und ihnen ihre Eigenverantwortung abgeben? Viele Medikamente sind lediglich Placebos und kommen in ihrer Wirkung etwa Pfefferminzbonbons gleich, aber der Glaube an die Heilung regt die körpereigenen Abwehrkräfte so enorm an, dass der Kranke sich selbst heilt. Gehe mal zu einem Arzt mit dem festen Glauben, dass er Dir nicht helfen kann. Wenn er Dich nicht vom Gegenteil überzeugen kann, wird er wird Dich nicht können. Eines aber steht noch vor dem Glauben: Es ist die Natur, zu der wir Menschen auch gehören, denn die Natürlichkeit hat ihre eigene Intelligenz.

 

Der Verstand kann nur auf Vergangenes nach-denken und aus seinen Erfahrungswerten Schlüsse ziehen, während das Herz auch die Zukunft kennt.

Ein ebensolcher Glaube ist der an Dämonen oder böse Geister. Die geistige Welt besteht aus Lebensenergie und jedes Leben braucht Licht und Liebe. Selbst im tiefsten Ozean spricht die Wissenschaft von einem Dunkel-Licht. Was auf Licht und Liebe aufgebaut ist, kann nur augenscheinlich böse sein, während bei tiefer Betrachtungsweise oft das Gegenteil zu erkennen ist. Dämonen oder dunkle Gestalten, die uns wirklich schaden, gibt es meines Erachtens nur in unseren Gedanken und Vorstellungen, sie entspringen eher unserem Ego-Verstand. Unser Verstand ist an die Dualität, beziehungsweise an die dritte und vierte Dimension gebunden und kann nicht ohne weiteres in die Tiefe der Wahrheit eintauchen, außer die Erfahrung dazu ist bereits vorhanden. Selbst dann bleiben es nur Theorien und Wahrscheinlichkeiten, denn vergangene Erfahrungswerte erzählen nichts über die Zukunft.

 

Erklärung:

Die vierte Dimension ist die Zeit als Informationseinheit – quasi die Grundform der Materie. Die dritte Dimension dürfte bestimmt jedem meiner Leser bekannt sein.

 

Was manche mediale Menschen sehen, sind tatsächlich so genannte Dunkel-Lichtwesen, die uns auf der physischen Ebene Blockaden in den Weg legen, damit wir lernen können. Der Verstand kann diese Blockaden nicht sehen, beziehungsweise kann sie aus Erfahrungswerten nur erahnen. Folgen wir dem Verstand bedingungslos, werden wir voll ins Fettnäpfchen treten. Letztlich liegt es an uns, wie viel Beachtung wir der Blockade schenken, die uns in den Weg gelegt wurde. Umso mehr eine Situation oder eine Blockade be(ob)achtet wird, desto mehr schenkst du ihr deine Lebensenergie und sie wird noch mächtiger. Je schneller wir die physische Behinderung durch Intuition und unsere hellsichtigen oder -fühligen Fähigkeiten, wie sensitives Fühlen, Tasten und Schmecken erkennen und sie nicht mehr mit unserer Angst speisen, desto schneller haben wir unsere Lektion gelernt und tragen keinen weiteren Schaden mehr davon. Diese dunklen oder niedrig schwingenden Gestalten sind oft sehr machtvolle Lichtwesen, die sich herab gelassen haben, um dem Menschen die Dualität zu ermöglichen. Sie sind bekannt als Gehilfen Luzifers. Luzifer heißt Lichtträger und ist einer der mächtigsten Erzengel. Erzengel Luzifer macht jetzt schon sehr lange diesen Job und ist froh, wenn er wieder durch uns empor steigen kann. Dies kann ein so genannter Lichtarbeiter durch Transformations- und Schattenarbeit bewältigen. Ein Lichtarbeiter arbeitet nicht – so wie die meisten glauben, nur im hellen, hoch schwingenden und harmonischen Umfeld sondern vor allem im dunklen, niedrigschwingenden Licht, denn die Hauptaufgabe eines Lichtarbeiters ist das Transformieren von dunkler Materie in helles Licht, damit die Erde den Wandel der Zeit durchleben kann. Unter anderem deswegen gibt es Schamanen, die sich auf Erd- und Raumheilung spezialisiert haben.

Bewusst spirituelle Menschen werden in der Spirie-Szene gerne Lichtarbeiter genannt. Für einen Lichtarbeiter ist es enorm wichtig, dass er sehr gut geerdet ist, denn umso kraftvoller kann er agieren. Das symbolisieren viele Naturvölker und Religionen mit dem Lebensbaum. Nur wer starke Wurzeln hat, übersteht auch den schlimmsten Sturm. Die Maya sagen zum Beispiel, dass ein wahrer Lichtarbeiter erst ins dunkelste Dunkel kommt. bevor er die Pforte zum Licht durchqueren darf. Naja, bei mir waren dies der Verkehrsunfall und die darauf folgenden zwanzig Jahre. Durch mein vierwöchiges Koma konnte ich meine Wurzeln auf tiefster Ebene anpflanzen. Lange habe ich gebraucht, um mich an die Oberfläche des Lichts zu kämpfen, und nun bin ich im Wachstum wie ein großer Baum.

 

Vieles was in der Spiritualität geschieht, kann wissenschaftlich nach-gewiesen werden. Die Wissenschaft ist aber nur ein Spiegel des Lebens und kann nicht vor-weisen. Es gibt aber medial begabte Menschen, denen die Geheimnisse des Universums schon lange vor dem wissenschaftlichen Ergebnis klar waren – beispielsweise, dass der luftleere Raum im Weltall für das Leben oder vielmehr die Evolution des Universums von entscheidender Bedeutung ist.

Ich unterhielt mich schon mit Ärzten, (Quanten-)Physikern und anderen Forschern. Unterm Strich waren sie alle sehr erstaunt darüber, welches Wissen ich mitbrachte, welches die Wissenschaft erst kürzlich entdeckt hatte. Das liegt daran, dass ich - wie die meisten Menschen auch - hellwissend veranlagt bin. Das heißt ich weiss manchmal Dinge, die ich unter „normalen“ Umständen nicht wissen kann. Meistens kann ich es selbst nicht erklären oder es sprudelt einfach so aus mir raus. Die Spiritualität scheint etwas metaphysisches, feinstoffliches, ähnlich wie Bewusstsein oder Gefühle zu sein und lässt sich nur zu einem kleinen Prozentsatz mit dem Verstand nachvollziehen. Auch meine Worte sind lediglich Theorie und der Versuch, etwas zu beschreiben, was alle Ketten des logischen Ego-Verstandes zu sprengen scheint. Wenn Ihr noch nicht in den Genuss gekommen seid, die magischen und mystischen Erfahrungen des Lebens gemacht zu haben, so wird dieses spätestens nach dem Lesen dieses Buches nicht mehr lange auf sich warten lassen.

 

Tatsächlich gibt es keine Zeit und keinen Raum.

Sie sind nur eine Illusion des Verstandes und der Dualität.

 

Das Wort Akasha-Chronik taucht in spirituellen Kreisen öfter mal auf. Die Akasha-Chronik ist ein allumfassender, mindestens fünfdimensionaler Informationsspeicher des Universums – ein feinstofflicher Wissensschatz, der nur mit dem Herzen beziehungsweise der Intuition gelesen werden kann. Die Akasha-Chronik oder wie es einige Wissenschaftler nennen das Nullpunkt-Feld, kann man sich als virtuelles, gefühlsechtes Holodeck vorstellen – wie in den Raumschiff Enterprise-Filmen – in das alle Daten und alle möglichen Informationen der Vergangenheit und der Zukunft gespeichert sind. Die Psychologen sprechen vom kollektiven Bewusstsein oder vom Massen-Bewusstsein (Unter- und Überbewusstsein). Das kollektive Bewusstsein ist die Masse aller Bewusstseinszustände. Manche sagen Bewusstseine, aber es gibt nur ein Bewusstsein. Das ist gleichzeitig auch ein weiterer Punkt des Lebens: Wir sind alle eins. Aber dazu später mehr. Unter anderem habe ich beim Schreiben den Zugang zu der Akasha-Chronik, was wohl, bewusst oder unbewusst, bei vielen Autoren, Sängern, Malern (von Gemälden) und sogar Sportlern der Fall ist, denn auch intuitive Reflexe sind Informationen aus dem allumfassenden universellen Buch. Eigentlich stammt alles, was mit Kreativität, Intuition und Herzblut zu tun hat, direkt aus der göttlichen Quelle. Beim „Lesen“ in der Akasha-Chronik wird allerdings die eingegebene Information vom Verstand des jeweiligen Mediums gefiltert – ein riesiges Maisfeld vom Umfang mehrerer Kontinente passt wohl kaum in ein kleines Spielzeugauto. Meistens wird das Lesen im Kapitel Leben auch von eigenen Erfahrungen beeinflusst. Unter anderem gibt es deswegen viele verschiedene Auffassungen und Aussagen bezüglich des Wahrsagens und der Prophezeiungen. In die Vergangenheit zu blicken, ist für viele Menschen mit medialen Fähigkeiten wesentlich leichter, denn da kann der Verstand noch eher mithalten.

 

in lak´esh – Du bist ein anderes Ich

 

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. Ein Satz, der von der christlichen Kirche gerne vollkommen missinterpretiert wird. Zu aller erst ist Gott kein Mensch oder ein menschenähnliches Geschöpf, sondern viel mehr alles das, was existiert – innen, wie außen – das Leben, die Natur und alles Feinstoffliche, was wir kennen und auch noch nicht kennen. Es soll mal ein Mann auf Erden geweilt haben, der sagte, dass Gott nicht im Außen zu finden sei, er wohne im Herzen eines jeden Menschen. Tatsächlich ist es so, dass das Außen lediglich ein Spiegelbild der Seele ist. Wir sind Gott beziehungsweise ein wichtiger Teil dessen. In unserem Herzen, in der fünften Herzkammer, tragen wir den göttlichen Funken in uns, so wie der Kern einer Frucht alle Informationen enthält, um eines Tages ebenfalls ein Baum und sogar wieder die Frucht selbst zu werden. Viele Spirituelle glauben an Engel, Erzengel und die geistige Welt. Ich ebenfalls, was aber einige vielleicht übersehen, ist, dass wir die geistige Welt sind. Die eigentliche Seele ist nicht auf der Erde inkaniert, aber wir sind ein Teil dieser Seele, ein Seelenaspekt dessen. Ein Erzengel ist ebenfalls ein Seelenaspekt unserer Schöpferseele, ein bestimmter Seelenanteil in uns, den wir fokussieren, wenn wir diese Fähigkeiten brauchen. Beim Laufen konzentrieren wir uns auf Beine, Füße und bestimmte Muskelpartien. Wenn wir etwas ertasten oder greifen, fokussieren wir unsere Hände. Natürlich läuft dieser Mechanismus bei den Meisten bereits im Unterbewusstsein ab. Dennoch geschieht dies immer aus einer gewissen Absicht heraus. Genauso ist es, wenn wir Engel oder Erzengel rufen.

 

Der wahren Göttlichkeit, aus der sich der spirituell Handelnde bedient, ist es gleichgültig, welchem sozialen Status der Mensch angehört, ob jemand dick oder dünn ist, ob er ein Obdachloser oder ein Firmenchef ist. Auf der Erde geht es in erster Linie darum, einen reichen Erfahrungsschatz zu sammeln, denn die geistige Welt hat zwar den Überblick über alles, kann aber in der physischen Form keine Erfahrungen sammeln. Deswegen genießen wir Menschen unter anderem einen sehr hohen Stellenwert in der metaphysischen Welt. Alle göttlichen Informationen sind im oben angesprochenen Funken enthalten, aber wie jeder Erfinder oder Computerprogrammierer möchte auch der Spirit, die Idee hinter dem Menschen seine Erfindung ausprobieren. In den letzten paar tausend Jahren haben wir fast ausschließlich auf unseren Verstand gehört. Zumindest steht das so in den allgemeinen Geschichtsbüchern. In der jetzigen Zeit geht es darum, sein Herzwissen zu verstehen, oder anders ausgedrückt, sein allumfassendes Wissen auf die Verstandesebene zu transferieren. In der Tat hat jeder, der dieses Buch liest, schon abertausende Leben gelebt, sie aber im Allgemeinen immer wieder vergessen, unter anderem um nicht bestimmten unangenehmen Erfahrungen aus dem Weg zu gehen. Wir sagen gerne frühere Leben, um es für den Verstand besser einordnen zu können. In Wirklichkeit laufen alle Leben parallel, Hier und Jetzt ab, da Zeit und Raum lediglich ein Phänomen ist, das unserem Ego-Verstand dabei hilft, unsere Erfahrungen zu sortieren. In Punkto frühere Leben gibt es übrigens mehrere Gedankenmodelle, die alle aufs Gleiche hinaus laufen. Unsere Körperzellen sind nach unserem Glaubensmuster programmiert. Sprich, glaubt der Einzelne an frühere Leben und Karma, ist das für diesen Menschen Realität. Nicht umsonnst sind jahrtausend alte Redensarten, wie: “Der Glaube versetzt Berge“ weiterhin in aller Munde.

Dieses Leben ist das Produkt aller vorangegangenen.

Immer wieder wird diskutiert, ob es einen freien Willen gibt, denn in der Tat haben wir vor unserer Ankunft auf der Erde einen Seelenplan erstellt. Dieser enthält meiner Ansicht nach aber lediglich gewisse Eckpunkte, die wir im Leben erfahren wollen. Wie lange wir bei einem Eckpunkt beziehungsweise der Lernlektion verweilen, bleibt uns als Mensch überlassen. Es ist wie auf einem großen Jahrmarkt, auf dem wir uns vorgenommen haben, alle Stationen durchzuspielen. Manch einer hat Spaß daran, zehnmal oder öfter die Geisterbahn zu durchfahren und andere haben bereits nach dem ersten Mal keine Lust mehr.

 

So, dieses Kapitel sollte Dir bereits einen ganz guten ersten Überblick über das, was Spiritualität bedeutet, ermöglicht haben, wobei Worte nur Gedankenmodelle und Sichtweisen beschreiben können. Mir ist bewusst, dass sich einiges sehr komplex anhört. Das ist aber nur so, weil ich etwas beschreibe, was für den Verstand neu ist. Glücklicherweise kann man das geschriebene Wort öfter lesen. Natürlich folgen in diesem Buch noch weitere Hinweise. Ich selbst bin von der Spiritualität oder dem Leben total fasziniert, weil eben das ganze Bild beleuchtet wird und nicht nur einige Teilbereiche. Es gibt auch immer wieder Neues zu entdecken, was wiederum Überraschungen mit sich bringt. Noch schöner als darüber zu schreiben, ist es, Spiritualität zu leben. Als ich 2008 meine ersten Gehversuche in der esoterischen Spiritualität machte, kam mir alles wie eine neue Welt vor, aber schon bald merkte ich, dass das vermeintlich Neue lediglich eine umfassende Ergänzung zu dem Wissen ist, was allgemein gelehrt wird. Es ist ähnlich wie bei einer langen Reise in verschiedene Länder.

 

Mir fiel und fällt es teilweise noch heute schwer, zu einhundert Prozent zu glauben, auch wenn ich schon sehr viel Erfahrungswerte mit der geistigen Welt gemacht habe. Mein Verstand ist, wie es in der Natur des Menschen liegt, sehr neugierig und hinterfragt so lange, bis eine Lösung gefunden wird, die plausibel klingt – oft durch eine entsprechende Erfahrung. Wie schon gesagt, ist die geistige Welt nichts Getrenntes von uns. Jeder ist ein Teil von ihr und gleichzeitig Bestandteil ihrer Vollkommenheit oder Ganzheit. Deswegen ist es auch leichter, die geistige Welt zu fühlen und zu erleben. Der Verstand kann nur nachvollziehen und versuchen, es in Worte zu fassen.

 

Theorie ist gut, Praxis ist besser!


 

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